Hahnenbrink

Der Wald

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Sommer 2019 Borkenkäferbefall

300 Millionen tote Bäume

110.000 Hektar zerstörte Waldfläche

Seit Jahrtausenden gilt der Wald vor allem hierzulande als magisch, als heilig, zumindest aber als Kraftort. Eine exakte Definition von „Wald“ existiert bis heute nicht und doch verbinden wir alle konkrete Vorstellungen und Erinnerungen mit dem Wald. Wir fühlen. Wir spüren. Und manches wissen wir auch. Wir von creo haben uns in diesem Jahr dazu entschlossen, keine Weihnachtsbäume abzuholzen, sondern Bäume wachsen zu lassen. Auslöser war ein Bericht über den Borkenkäferbefall hier in unserer Region. Die Idee war geboren, reifte und wird nun in die Tat umgesetzt. Wir ziehen unsere Stiefel an, packen den Spaten ein und begeben uns dahin, wo die Bäume wieder wachsen sollen; in den Hahnenbrink und damit einen Wald unweit von Hannover, genauer gesagt im Westharz. Begleiten Sie uns auf einer Reise der Sinne und erfahren Sie jede Menge Wissenswertes rund um Wälder.

Dieses Jahr spenden wir dem Wald neue Bäume. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie besinnliche Weihnachten. Öffnen Sie Ihre Sinne für den Wald.

gehört. gefunden. betroffen.

Den Wald hören kann jeder. Der Eichelhäher ist als Warnvogel mit seinen Schreien überaus präsent und auch das sonore Klopfen der Spechte oder das Summen der vielen Insekten verbinden wir mit Waldgeräuschen. Wen man weniger hören kann, ist der Borkenkäfer. Dabei handelt es sich hier um ein Insekt, das allein in diesem Jahr und hierzulande 110.000 Hektar Wald zerstört hat. Der Borkenkäfer bohrt eigene Gänge unter dem Holz und sorgt dafür, dass nach Schätzungen von Experten rund 300 Millionen Bäume allein in Deutschland nachgepflanzt werden müssten. Besonders betroffen sind Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen, und infolge der gestiegenen Durchschnittstemperaturen und der verlängerten und trockenen Sommer finden Borkenkäfer perfekte Lebensbedingungen vor. Bis zu vier Generationen der Tiere haben innerhalb eines Jahres ihr zerstörerisches Werk verrichtet – und das, indem sie sich unter die Rinde gebohrt und dort Brutkammern, die so genannten Rammelkammern, eingerichtet haben. Ein einzelnes Borkenkäferweibchen hat im Laufe einer Vegetationsperiode bis zu 250.000 Nachkommen.

hautnah. gesehen. entschieden.

Die Schäden durch Borkenkäfer kann man bereits bei einem einfachen Waldspaziergang sehen. Einzelne Bäume sterben ab und ziehen damit den gesamten Wald in Mitleidenschaft. Bei Bäumen handelt es sich um höchst rücksichtsvolle und kooperative Lebewesen, die einander gesund zu erhalten versuchen und sich bei Stürmen sogar solidarisieren können.

Wir haben die Schäden durch den Borkenkäfer hautnah miterlebt. Wir haben recherchiert, uns mit einer eigenen Drohne ein Bild verschafft und mit vielen Experten gesprochen. Wir haben uns entschieden, dass auch wir etwas tun müssen!
 
 
 
 
 
 

gespürt. gefühlt. geholfen.

Das Aufforsten von Wäldern ist ein langer Prozess und mit viel Arbeit verbunden. Dennoch möchten wir es spüren und helfen. Aus diesem Grund haben wir schon einige Male die Stiefel geschnürt und sind gemeinsam in den Wald gegangen. Unter fachkundiger Unterweisung haben wir Bäume gezählt und markiert, haben viel über das Kambium, also die Wachstumsschicht des Holzes gelernt und haben den Wald gleichsam ertastet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

verwertet. gepflanzt. ausgeglichen.

Das Gleichgewicht ist eine Sinneswahrnehmung, lässt sich jedoch auch auf Verstandesebene anstreben. Zwar besitzt jeder Wald ein hohes Maß an Resilienz und damit an der Fähigkeit zur Selbstregeneration – wenn die Schäden jedoch zu groß werden, kann das Gleichgewicht eines Dauermischwaldes aus den Fugen geraten. Der Mensch muss eingreifen! Dies funktioniert unter anderem durch die Naturverjüngung. Alte Bäume werden entfernt und verwertet, junge und damit widerstandsfähige Bäume werden gepflanzt. Entscheidend für das Gleichgewicht ist die Balance aus jung und alt, wobei der Altbestand die jungen Bäume sowohl vor Hitze als auch vor Frost und Trockenheit schützt.
 
 
 
 
 
 

gerochen. geliebt. geschützt.

Den Wald kann man riechen. Wer diese Zeilen liest, wird unweigerlich den Duft frischen Holzes oder harziger Tannennadeln in die Nase bekommen. Wir haben zu unterscheiden gelernt und lieben sowohl den Duft junger Bäume als auch den des frisch geschlagenen Holzes. Dabei achten wir genau darauf, dass Bäume nur dann entnommen werden, wenn sie tatsächlich erntereif sind und einen ausreichenden Umfang erreicht haben. So schützen wir den restlichen Wald und tragen zu dessen Resilienz bei.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

gepflanzt. geachtet. verändert.

Wald ist immer Bewegung. Das betrifft nicht nur uns, wenn wir mit unseren Spaten ausziehen, um neue Bäume zu pflanzen, sondern auch die Anforderungen, denen sich heutige Waldbesitzer gegenüber sehen. Das Klima verändert sich und so muss von vornherein auf die richtige Qualität der Neupflanzung geachtet werden. Anders gesagt, darf nicht irgendein Baum an irgendeine Stelle gepflanzt werden, sondern es geht darum, sowohl die klimatischen Bedingungen als auch die Beschaffenheit des Bodens zu beachten.
 
 
 
 
 
 
 
 

ausgekostet. aufgeatmet. Weihnachtszeit.

Zuletzt kann man den Wald natürlich auch schmecken. Zu denken ist an die vielen Produkte, die aus Tannennadeln oder Baumharz hergestellt werden. Wer rund um die Weihnachtszeit Räucherwerk abbrennt oder ein heißes Bad genießt, wird möglicherweise Tannen- oder Fichtenduft einatmen. Und duftet und schmeckt es in der Weihnachtszeit nicht allerorten nach Tannen und Wald? Wir haben uns voll und ganz auf dieses Thema eingelassen und die Weihnachtszeit einmal anders verbracht. Es hat sich gelohnt und war für uns alle eine gewinnbringende Erfahrung.
 
 
 
 
 
 
 
 

2020 gibt’s mehr auf Instagram. Das gesamte creo-media Team wünscht einen guten Rutsch!